ANLEITUNG FÜR DIE VERWENDUNG VON PFLANZENKOHLE
KOMPOSTERDE MIT PFLANZENKOHLE
Komposterde mit Pflanzenkohle, kann direkt in Beet- und Blumentopferde gegeben werden. Dazu kann die Erde mit Pflanzenkohle auf die bestehende Erde gegeben und anschliessend oberflächlich eingearbeitet werden. Pro Jahr und Quadratmeter sollen maximal 1-3 Liter Pflanzenkohle-Erde eingearbeitet werden.
Ein schwerer Boden, der ohnehin schon eine hohe Wasserhaltekapazität hat, braucht weniger Pflanzenkohle für gute Ergebnisse. Leichte, sandige Böden brauchen mehr Pflanzenkohle und der Effekt ist grösser. Bei Pflanzen, die viele Nährstoffe benötigen (Starkzehrer), kann mehr Erde mit Pflanzenkohle eingebracht werden, bei Pflanzen mit kleinem Nährstoffbedarf (Schwachzehrer) weniger.
Pflanzenkohle als Nährstoffakku
Pflanzenkohle speichert Nährstoffe und Wasser im Boden. Sie gibt diese an Pflanzen ab, wenn sie sie benötigen. So wachsen Pflanzen besser und sind gesünder. Man kann sich Pflanzenkohle wie einen Akku vorstellen, der den Boden aufwertet und nach und nach Nährstoffe abgibt. In der Komposterde wurde dieser Akku bereits mit Nährstoffen aufgeladen, weswegen diese Erde direkt in den Garten oder in den Blumentopf ausgebracht werden kann.
Würde Erde mit nicht aufgeladener Pflanzenkohle oder pure, nicht aufgeladene Pflanzenkohle in den Boden eingebracht, wäre der Akku noch nicht voll. Die Pflanzenkohle würde die Nährstoffe aus der Umgebung aufnehmen und den Pflanzen wegnehmen. Daher ist ein Aufladen der Pflanzenkohle – man spricht auch von Aktivierung – sehr wichtig.
CO₂-Speicherungsfunktion
Pflanzenkohle ist sehr stabil. Sie verrottet kaum und kann über Jahrzehnte bis Jahrtausende im Boden bestehen bleiben. Der in ihr enthaltene Kohlenstoff, der ursprünglich aus der Atmosphäre stammt, bleibt somit langfristig gespeichert. Bringt man über Jahre immer wieder Pflanzenkohle in die Erde ein, kann man im eigenen Boden bzw. in den eigenen Töpfen immer mehr CO₂ speichern.
PURE PFLANZENKOHLE
1. Aktivierung mit Nährstoffen
Pure Pflanzenkohle kann mit Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium aufgeladen und anschliessend mit Erde vermischt werden. Die Mischerde kann dann in Blumentöpfen, in Gartenbeeten oder auf Ackerböden verwendet werden.
Die aufgeladenen Nährstoffe gibt die Pflanzenkohle nach und nach in die Erde und damit an die Pflanzen ab, die auf ihr wachsen – wie eine Art Nährstoffakku. Die Pflanzen erhalten so die benötigten Nährstoffe, immer dann, wenn sie sie benötigen. Sie wachsen dadurch besser und sind gesünder. Würde pure Pflanzenkohle ohne Nährstoffaufladung in den Boden eingebracht, würde sie die Nährstoffe aus der Umgebung aufnehmen und den Pflanzen wegnehmen. Eine Aufladung (oder auch Aktivierung) kann mit einer der folgenden Methoden erreicht werden:
a) Düngemittel
Flüssiges Düngemittel mit Pflanzenkohle mischen, gemäss Mischverhältnisangabe des Düngemittels. Grundsätzlich gilt: Pro 1 g Pflanzenkohle kann 1 ml Flüssigkeit aufgenommen werden. Das Gemisch über Nacht oder einige Tage ruhen lassen.
b) Kompost
Kompost mit Pflanzenkohle mischen. Grundsätzlich gilt: 1 Liter Pflanzenkohle in 10 Liter Kompost. Den Kompost mit Pflanzenkohle direkt in den Boden / die Blumentopferde einbringen.
c) Urin
Pflanzenkohle mit Urin tränken. Wenige hundert Milliliter Urin pro Kilogramm Pflanzenkohle reichen aus. Vorteile dieser Methode: Sie ist günstig, geht schnell und die Kohle saugt sich direkt mit Flüssigkeit voll und speichert auch diese.
2. Einbringung in den Boden
Nach der Aktivierung kann die Pflanzenkohle mit Erde vermischt und in den Boden eingebracht werden. Generell gilt:
• Generell gilt: ca. 500 g Pflanzenkohle pro 1 m² Beetfläche. Das entspricht:
1 kg Pflanzenkohle für 2 m² Beetfläche;
50 g Pflanzenkohle für 2.5 kg Blumenerde (ca. 5 Liter Topf)
• Ein schwerer Boden, der ohnehin schon eine hohe Wasserhaltekapazität hat, braucht weniger Pflanzenkohle für gute Ergebnisse. Leichte, sandige Böden brauchen mehr Pflanzenkohle und der Effekt ist grösser.
• Bei Pflanzen, die viele Nährstoffe benötigen (Starkzehrer), kann mehr Pflanzenkohle (ca. 800 g/m²) eingebracht werden, bei Pflanzen mit kleinem Nährstoffbedarf (Schwachzehrer) weniger (ca. 300 g/m²).
3. CO₂-Speicherung
Pflanzenkohle ist sehr stabil. Sie verrottet kaum und kann über Jahrzehnte bis Jahrtausende im Boden bestehen bleiben. Der in ihr enthaltene Kohlenstoff, der ursprünglich aus der Atmosphäre stammt, bleibt somit langfristig gespeichert. Bringt man über Jahre immer wieder Pflanzenkohle in die Erde ein, kann man im eigenen Boden bzw. in den eigenen Töpfen immer mehr CO₂ speichern.