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HOCKER PAPILLON

Im öffentlichen Aussenraum sind frei bewegliche Sitzgelegenheiten eine seltene Erscheinung. Während Behörden aus Sorge vor Diebstahl oder Unordnung oft auf feste Bänke setzen, schätzen Nutzende die Flexibilität und das Gefühl von Handlungsfreiheit, die mobile Stühle vermitteln.

Der Hocker Papillon mit seinen gekreuzten Beinen ist eine freie und flexible Sitzlösung für eine Vielzahl von Umgebungen, ob im Aussenraum grosser Museen, in öffentlichen Parks, auf Universitätsgeländen, in Firmenfoyers, Open-Air-Kinos, bei Konzerten, Sportveranstaltungen oder Festivals. Gleichzeitig wird der Hocker zu einem ortsspezifischen Gestaltungselement. Gefertigt aus regionalen Hölzern, trägt jedes Stück den Charakter seiner Herkunft und verkörpert eine starke lokale Identität.

Für die Ausstellung wurden in einer Zusammenarbeit von Vogt Landschaftsarchitekten AG mit dem Zürcher Unternehmen LUHA.WOOD zehn Exemplare aus Schweizer Douglasie gefertigt. Zwei identische Hälften lassen sich mit einer einzigen Bewegung und ohne Werkzeug mühelos zusammenstecken. Das Projekt verbindet Design mit lokalem Handwerk die eine zirkuläre Forstwirtschaft fördert.

LUHA.WOOD pflanzt für jeden genutzten Baum auch wieder einen neuen. Dabei sind die nachgepflanzten Bäume nicht zwangsläufig von derselben Art wie die verwendeten. Stattdessen wählt der zuständige Förster oder die zuständige Försterin die Baumart gezielt nach den lokalen Gegebenheiten aus – damit die jungen Bäume am Standort bestmögliche Bedingungen vorfinden. Für die Ausstellungshocker wurden in Stetten (AG) Eichen neu gesetzt.

SANDSTEIN 2.0

Studio Eidola untersucht kulturelle, historische und industrielle Kontexte von Sand-, Kies- und Steinabbau. In ihren Forschungsprojekten setzen sich Denizay Apusoglu und Jonas Kissling fachlich sowie gestalterisch mit den Stoffkreisläufen von Mineralien auseinander. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den mineralischen Nebenprodukten und übersehenen Stoffen aus dem Sand-, Kies- und Steinabbau. Rückstände aus der Sand-, Kiesaufbereitung und Steinschlämme aus Schneideprozessen der Steinindustrie, die bis anhin als ungenutztes Material deponiert werden, bergen grosses gestalterisches, konstruktives, wirtschaftliches und nachhaltiges Potenzial als alternative Baustoffe.

In der Ausstellung wird das von Studio Eidola entwickelte Material «Ocean Articulated» in Form von Gewichtsplatten gezeigt. Handgeformte Elemente aus herausgefiltertem Feinsand (Nebenprodukt der Kiesproduktion) aus Kieswerk in Solenberg, SH, Salz und pflanzlicher Binder.

SPEZIELLE DANKSAGUNG

Wir bedanken uns herzlich bei: