HITZE IN DER STADT
Städte sind besonders von der zunehmenden Hitze betroffen. Asphalt, Beton und andere versiegelte Flächen speichern tagsüber Wärme und geben sie nur langsam wieder ab. In dicht bebauten Gebieten entstehen so Hitzeinseln: Orte, an denen sich die Hitze wegen mangelnder Luftzirkulation staut – und in denen es selbst nachts kaum Abkühlung gibt.
HITZEMANAGEMENT IN STÄDTEN
Städte wie Zürich reagieren mit gezielten Massnahmen gegen die zunehmende Hitzebelastung. Im Zentrum stehen der Schutz bestehender Kaltluftsysteme und die Reduktion von Hitzeinseln. Dazu sind Wasser- und Grünflächen aufgrund ihrer kühlenden Wirkung besonders wichtig. Sie wirken wie natürliche Klimaanlagen. Durch Verdunstung kühlen sie die Luft – sei es über Blattoberflächen von Pflanzen oder direkt über offene Wasserflächen.
Bäume und andere Pflanzen spenden Schatten und senken damit die Temperatur auf versiegelten Flächen. Das führt zu einer spürbaren Entlastung – für Klima, Natur und Menschen.

BEISPIEL HITZEMASSNAHME STADT ZÜRICH: PILOTPROJEKT ALTO ZÜRRUS
Ein künstlich erzeugter Sprühnebel über dem Turbinenplatz in Zürich-West brachte bis Ende 2023 zusätzlich zu den Bäumen an heissen Tagen Kühlung. Es zeigte sich, dass bodennaher Nebel den grössten Effekt hatte; noch wichtiger aber war die Kühlung durch die Bäume und ihre Schatten. Die Bevölkerung erfreute sich an dem Sprühnebel.
Quelle: Stadt Zürich, Foto: Tabea Vogel

ES WIRD HEISS!
Die globale Erwärmung lässt auch die Schweiz immer wärmer werden. Eine Erwärmung von 2 °C (GWL 2.0, Global Warming Level) würde eine ca. 3.6 °C wärmere Schweiz bedeuten. Dies würde mit den heutigen und geplanten Massnahmen um 2050 erreicht werden und auf dem fossilen Weg ohne Klimaschutz um 2040. Eine um 3 °C wärmere Welt (GWL 3.0; Schweiz ca. 4.9 °C) würde auf dem fossilen Weg ohne Klimaschutz um 2065 erreicht. Mit den derzeit geplanten Massnahmen zur globalen Emissionsreduktion tritt dies bis Ende des Jahrhunderts ein.
Die Karten zeigen, wie sich das auf die Zunahme der Anzahl Hitzetage (Temperaturen von mindestens 30 °C) in den Städten auswirkt. Im Stadtzentrum von Zürich (Kaserne) z.B. müsste im Vergleich zur Referenzperiode (1991–2020) mit einer Verdreifachung der Hitzetage gerechnet werden: von durchschnittlich 16 Tagen auf 32–58 Tage pro Jahr. Welches der möglichen Szenarien eintrifft, hängt von den weltweit umgesetzten Klimaschutzmassnahmen ab und dem damit verbundenen weltweiten Temperaturanstieg.
Quellen: IPCC, Climate Action Tracker (Stand 2025)
Abbildungen: MeteoSchweiz und ETH Zürich, Klima CH2025 (modif.)

Massnahmen gegen Hitze in der Stadt: bei der Arealentwicklung, am Gebäude und im Aussenraum.
Quellen: Kanton Zürich, Umsicht – Agentur für Umwelt und Kommunikation (modif.); Zug Estates AG – Rotkreuz, Areal Suurstoffi (modif.)