Der Kohlenstoff-
kreislauf
Kohlenstoff (C) kommt überall auf der Erde vor: in Menschen, Tieren, Pflanzen, Gesteinen, in der Atmosphäre, auf dem Land und im Wasser. Er wird durch verschiedene Prozesse zwischen diesen Speichern bzw. Reservoiren ausgetauscht (Kohlenstoffkreislauf). Dabei verbindet er sich mit weiteren chemischen Elementen u.a. zu CO₂, Kohlenwasserstoff (z.B. Erdöl, Kohle, Erdgas), Zucker oder Kalkstein.
Kohlenstoff bleibt in unterschiedlich grossen Reservoiren unterschiedlich lange gespeichert. Die Prozesse im Kreislauf können schnell (z.B. Photosynthese, Verbrennung fossiler Treibstoffe) oder langsam (z.B. Ablagerung) ablaufen; im ungestörten, natürlichen Zustand herrscht zwischen den Reservoiren ein Gleichgewicht (weisse Pfeile).
Durch die Verbrennung grosser Mengen fossiler Brennstoffe wie Erdöl und die Abholzung von Wäldern durch den Menschen gelangt sehr schnell viel Kohlenstoff aus dem riesigen Untergrundspeicher in den kleinen Atmosphärenspeicher (schwarze Pfeile). Der Kreislauf gerät aus dem Gleichgewicht. Pflanzen, Ozeane und Böden können das zusätzliche CO₂ nicht schnell genug wieder aus der Atmosphäre entfernen. Dadurch gibt es heute 1.5-mal so viel CO₂ in der Atmosphäre wie noch vor der Industrialisierung.
Obwohl die Atmosphäre theoretisch unendlich viel CO₂ aufnehmen könnte, ist das Leben auf der Erde wie wir es kennen nicht für die immer höheren CO₂-Konzentrationen ausgelegt.
Interaktives Exponat

Foto: Nicola Pitaro
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Menschliche Aktivitäten seit Beginn des Ackerbaus und ganz besonders seit der Industriellen Revolution ab ca. 1850 beeinflussen den Kohlenstoffkreislauf und verstärken den Treibhauseffekt. Das hat grosse Auswirkungen auf die natürlichen Ökosysteme und das Klima.
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