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NETTO-NULL STADT ZÜRICH

Luftbild der Stadt Zürich

Foto: Adobe Stock

Die Stadt Zürich will bis 2040 die direkten Emissionen, die innerhalb der Stadtgrenzen anfallen, so weit wie möglich reduzieren und, wo unvermeidbar, durch negative Emissionen ausgleichen (Netto-Null). Die Massnahmen dafür will die Stadt bis 2035 umsetzen (Ausnahme: Wärmeversorgung bis 2040). Gleichzeitig sollen auch die indirekten Emissionen, die durch ­Aktivitäten von Zürcher:innen verursacht werden, aber nicht in der Stadt anfallen, reduziert werden. Die Bevölkerung hat den städtischen Klimaschutzzielen 2022 mit 75 % zugestimmt.

Stand 2022 Ziel 2040
direkte Emissionen: 2.4 t CO₂e / EWJ* → Netto-Null
direkte Emissionen: 12.6 t CO₂e / EWJ 6.7 t CO₂e / EWJ

2022 waren die indirekten Emissionen ca. 5-mal höher als die direkten.
*t CO₂e / EWJ: Tonnen CO₂-Äquivalente pro Einwohner:in und Jahr

MIT WElCHEN HAUPTMASSNAHEN ERREICHEN Wir in Der STADT ZÜRICH BIS 2040 NETTO-NULL?

  • Immobilien: Durch Heizungsersatz, Ausbau der Fernwärme, Senkung des Wärmebedarfs und Nutzung von erneuerbarem Strom reduzieren sich die Emissionen um 95 %.
  • Verkehr: Weniger Privatverkehr, mehr öffentlicher Verkehr, mehr Velo- und Fussverkehr sowie der Einsatz von effizienten Fahrzeugen mit erneuerbarem Antrieb (z.B. Elektroautos) im verbleibenden Verkehr senken die Emissionen um 73 %.
  • Entsorgung: Das Abfangen und dauerhafte Speichern von Emissionen bei der Klärschlammverwertungs- und Biogas-aufbereitungsanlage Werdhölzli sowie der Kehrrichtverwertungsanlage (KVA) Hagenholz reduziert die ­Emissionen um 100 %. Ein Teil des Abfalls besteht aus bio­genen Mate­rialien (z.B. Pflanzenreste), die beim Wachsen CO₂ aus der Luft aufgenommen haben. Wenn das CO₂ aus der Verwertung des biogenen Materials nicht zurück in die Atmo­sphäre gelangt, entstehen Negativemissionen. Diese können un­­vermeidbare direkte Emissionen aus anderen ­Bereichen ausgleichen.

BENÖTIGTE GESELLSCHAFTLICHE UND POLITISCHE ­MASSNAHMEN ZUR SENKUNG INDIREKTER EMISSIONEN

  • Mit Recyclingzentren (z.B. Juch-Areal) wird die Wieder­verwendung von Materialien und damit die Kreislaufwirtschaft gefördert.
  • Die Mitwirkung der Bevölkerung im Bereich klima­schondender Mobilität (z.B. beim internationalen Flug­verkehr) wird erhöht.
  • Die Akzeptanz für umweltfreundliche Ernährung wird gesteigert (z.B. 40 % weniger Fleischkonsum) und die Lebensmittelverschwendung wird minimiert.

Zusatznutzen für die Gesellschaft

  • Mehr Grün, weniger Verkehr und Lärmbelastung, weniger Hitzeinseln und sauberere Luft verbessern das Wohlbefinden der Stadtbewohner:innen.
  • Die Beteiligung der Zürcher:innen an städtischen Klimaschutzprojekten fördert den sozialen Austausch und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.
  • Eine klimafreundliche Stadt ist attraktiv für Bewohner:innen und Unternehmen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen.

Wie kannst Du beitragen?

  • Engagiere dich für eine klimagerechte Politik und stimme für klimafreundliche Vorlagen auf kommunaler Ebene ab.
  • Unterstütze die Stadt Zürich – insbesondere bei der Reduktion indirekter Emissionen –, indem du deinen Lebensstil umweltfreundlicher gestaltest: Konsumiere weniger und nachhaltiger, verwende Ökostrom, heize mit erneuerbarer Energie und nutze den öffentlichen Verkehr oder das Velo.

DIREKTE TREIBHAUSGASEMISSIONEN DER STADT ZÜRICH

Grafik: Netto-Null Zwischenbericht 2024,
Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich (UGZ)

NETTO-NULL SPAZIERGANG

Die Stadt Zürich will bis 2040 klimaneutral werden. Der geführte Spaziergang durch die Innenstadt zeigt anhand konkreter Beispiele, wie dieses Ziel erreicht werden soll und wie wir alle dazu beitragen können.

Foto: Stadt Zürich

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COOLCITY

Um Netto-Null zu erreichen, wird die Stadt Zürich bis 2040 rund 60 % ihres Gebiets mit erneuerbarer Fernwärme erschliessen. Dadurch wird das Gasleitungsnetz ersetzt und die Versorgungssicherheit erhöht sich (weniger Abhängigkeit vom Ausland).

Foto: Daniel Hager (Stadt Zürich)

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KLIMA À LA CARTE

Mit der gemeinsamen Aktion «Klima à la carte» setzen Zürcher Gastrobetriebe, Food Zurich und die Stadt Zürich den Klimaschutz auf Speisekarten und zeigen, wie genussvoll nachhaltiges Essen sein kann.

Foto: Stadt Zürich

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KLIMAFORUM

Im Dialog- und Partizipationsprogramm der Stadt Zürich und des Impact Hub Zürich können sich teilnehmende Organisationen zu Herausforderungen und Lösungen im ­Bereich Klimaschutz austauschen.

Foto: Stadt Zürich

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QUARTIERBLÖCKE

Quartierblöcke sollen Quartierstrassen von motorisiertem Durchgangsverkehr entlasten und mehr Platz für Quartierleben und Grünraum schaffen. Damit werden mehr Bereiche entsiegelt, die Hitze in der Stadt vermindert und Langsamverkehr ­gefördert.

Foto: Stadt Zürich

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